Allergologie


Good Allergy Practice
Heuschnupfen

Hausstaubmilben-
allergie

Insektenallergie

Tierallergie

Neurodermitis

Kontaktekzem

Cortison

Asthma

GINA-Richtlinien

Krankengeschichte
Asthma-Kontrolle
Behandlungsprinzipien
medikamentöse Therapie
Selbstkontrollen

Asthma-Test


Allergisch auf die Umwelt?

Laktoseintoleranz

Histaminintoleranz

Bioresonanz

Sinnlose Allergietests

 

 

 

Global Initiative for Asthma (GINA) 2006
Richtlinien für das Management von Asthma, ausgearbeitet von internationalen Gremium von Spezialisten
(www.ginasthma.org)

Zusammenfassung und Auszug aus den GINA-Richtlinien


Typische Krankengeschichte

Das Vorhandensein von untenstehenden Symptomen sollte den Verdacht auf Asthma erhöhen

  • Pfeifende Atmung (engl. wheezing), vor allem bei Kindern

  • Husten, vor allem nachts

  • wiederholte Atemnot

  • wiederholter Druck auf der Brust

  • Die Symptome verschlimmern sich nachts, oder lassen den Patienten aufwachen

  • Die Symptome zeigen eine saisonale Abhängigkeit (zum Beispiel nur im Sommer)

  • Der Patient hat auch Ekzeme, Heuschnupfen oder eine Familiengeschichte von Asthma und Allergien

  • Symptome erscheinen oder verstärken sich bei Anwesenheit von:

    • Pelztieren

    • verunreinigter Luft

    • Temperatur-Veränderungen

    • Hausstaub

    • gewissen Medikamenten (Aspirin, beta-Blocker)

    • Pollen

    • virale Atemwegserkrankungen

    • Tabakrauch

    • starke Emotionen

  • die Symptome verschwinden bei Behandlung mit Asthmamitteln

  • die Erkältungen "schlagen sich auf die Lunge" (Husten, Auswurf). Symptome gehen lang über die Erkältung heraus.

Klassifikation des Asthma anhand des Behandlungserfolges

 

Asthma-Kontrolle

Kontrolle

gut teilweise schlecht

Symptome am Tag

bis 2x /Woche mehr als 2x/Woche 3 oder mehr Symptome aus der Tabelle des teilweise kontrollierten Asthmas

eingeschränkte Aktivitäten

keine ja

nächtliche Symptome/Aufwachen

nein ja

benötigt Asthma-Therapie

nein oder bis 2x/Woche mehr als 2x/Woche

Lungenfunktion

(PEF oder FEV1)

normal <80% des Normwertes

akute Ausbrüche

nein einmal oder mehrere/Jahr 1x/Woche

 

Behandlungsprinzipien des Asthmas

  1. Entwickle eine gute Partnerschaft mit dem behandelnden Arzt

  2. Identifiziere und reduziere die Exposition auf Risikofaktoren (z.Bsp. Inhalation von Substanzen, auf die man allergisch ist)

  3. Behandle und kontrolliere das Asthma (z. Bsp. Selbstkontrolle mit Peakflow-Meter, Kontrolle beim Arzt)

Medikamentöse Behandlung

  • Das untenstehende Behandlungsschema wird bei Kindern ab 5 Jahren und Erwachsenen empfohlen.

  • Ziel der Behandlung ist die gute Asthma-Kontrolle (siehe obige Tabelle).

  • Jeder Patient wird einem Therapie-Level zugewiesen (siehe Tabelle unten). Ist das Asthma ungenügend kontrolliert  wählt man eine Spalte mit einem höheren Therapie-Level. Hat man während mindestens 3 Monaten keine Symptome, kann man einen Level tiefer gehen. Ziel ist es die tiefsten Dosen zu finden, welche das Asthma noch vollständig kontrollieren.

  • Beispiel: Der Patient inhaliert ab und zu (ca. 1x/Woche) mit einem β2-Agonisten (z.Bsp. Ventolin). Er ist also im Therapie-Level 1. Nun wird er erkältet und muss fast täglich Ventolin inhalieren und wacht nachts auf. Das Asthma ist also nur noch teilweise oder schlecht kontrolliert. Man muss deshalb den Therapie-Level erhöhen. Die empfohlene Therapie findet man in der Spalte des Therapie-Levels 2. Zusätzlich sollte also noch ein ICS mit einer tiefen Dosis inhaliert werden (z.Bsp. Axotide oder Pulmicort). Reicht auch diese Therapie immer noch nicht aus, wird der Therpie-Level noch einmal erhöht.

 

Erklärungen:

  • β2-Agonisten: Substanzen, die man inhaliert und welche die Bronchien erweitern und somit die Atemnot rasch bessern. Es gibt kurz wirksame (z.Bsp. Ventolin, Bricanyl) und lang wirksame Sprays (z.Bsp. Serevent, Oxis, Foradil).

  • ICS: Inhalative Corticosteroide (cortisonhaltige Sprays): Diese Substanzen reduzieren die Entzündung in den Bronchien. Da die Entzündungsbehandlung ein langfristiger Prozess ist, sollte diese Substanzgruppe regelmässig und langfristig angewendet werden (z. Bsp. Axotide, Pulmicort).

  • Beliebt sind auch Kombinationspräparate mit ICS und langfristig wirkenden β2-Agonisten (z.Bsp. Seretide, Symbicort).

  • Leukotrienantagonisten: Tabletten (z.Bsp. Singulair)

 

 

Therapie-Level 1 Therapie-Level 2 Therapie-Level 3 Therapie-Level 4 Therapie-Level 5
Asthma-Kontrolle
β2-Agonisten, bei Bedarf β2-Agonisten, bei Bedarf
Kontroll-Optionen wähle 1 wähle 1 addiere
1 od. mehr
addiere
1 oder beide
ICS tiefe Dosis ICS tiefe Dosis + β2-Agonisten (langwirksam) ICS höhere Dosis + β2-Agonisten (langwirksam) Cortison oral
Leukotrien-Antagonisten ICS höhere Dosis Leukotrien-Antagonisten anti-IgE-Behandlung
  ICS tiefe Dosis + Leukotrien-Antagonisten Theophyllin  
  ICS tiefe Dosis + Theophyllin    

Selbstkontrollen
Kontrollieren Sie mittels validierter Fragebogen (leider nur in Englisch), ob Sie gut behandelt sind.
Asthma Control Test: www.asthmacontol.com
Asthma Therapy Assessment Questionnaire: www.ataqinstrument.com

Asthma-Test
Machen Sie den Test, ob Ihr Asthma kontrolliert ist: Sie finden den Test auf dieser Seite.



Home | Dermatologie | Allergologie | Laser | Kosmetik
Praxisteam | Virtueller Praxisrundgang | Treffpunkt | Links