Allergologie


Good Allergy Practice

Heuschnupfen

Behandlung Heuschnupfen

Artikel: Pollenallergie klinische Aspekte Teil 1

Artikel: Pollenallergie Diagnostik und Therapie Teil 2

WHO-Positionspapier Immuntherapie

1. Grundsätze
2. Standardisierung
3. Wirksamkeit
4. Prävention
5. Langzeiteffekt
6. Im Kindesalter
7. Indikation


Hausstaubmilben-
Allergie

Insektenallergie
Tierallergie
Neurodermitis
Kontaktekzem

Cortison
Asthma
Allergisch auf die Umwelt?

Laktoseintoleranz
Histaminintoleranz


Bioresonanz

 

Sinnlose Allergietests

 

 

 

WHO-Positionspapier Immuntherapie
Zusammengefasst von Prof. B. Wüthrich


DasWHO-Positionspapier hat statt der im Europäischen Raum üblichen Bezeichnung „spezifische lmmuntherapie“(SIT) mit Allergenextrakten die Begriffe „Allergie-impfung und „Allergie-Vakzine“ vorgezogen. Folgende Stellungnahmen sind darin enthalten:

1. Grundsätze

Die Therapie allergischer Erkrankungen basiert auf
Allergenkarenz
Pharmakotherapie
Allergenspezifischer Immuntherapie (Allergieimpfung)
Patientenschulung.

Die Allergieimpfung sollte in Kombination mit allen anderen Therapieformen durchgeführt  werden, mit dem Ziel, dass der Patient so symptomfrei wird, wie medizinisch irgend möglich.

2. Standardisierung von Allergenen

Die Qualität des Allergieimpfstoffes ist entscheidend für Diagnose und Therapie.
Standardisierte Impfstoffe bekannter Stärke und Haltbarkeit verwenden.
Die Messung des Gehaltes an Major-Allergenen im Rahmen der Standardisierung ist heute ein realistisches und wünschenswertes Ziel.

3. Wirksamkeit der Allergieimpfung

Die Allergieimpfung wirkt bei Patienten mit einer Insektengiftallergie
Die Impfung ist effektiv bei Pollen-induzierter Rhinitis, Konjunktivitis und Asthma.
Die Impfung bei Hausstaubmilbenallergie bewährte sich bei Rhinitis und Asthma
In einigen Studien führte die Impfung zu einer Symptom- und/oder Medikamentenreduktion bei Patienten mit Allergie auf Katzenepithelien oder einige Schimmelpilze.

4. Wirksamkeit der Allergieimpfung: Prävention

Die Allergieimpfung ist die einzige Behandlung, die in den natürlichen Verlauf allergischer Erkrankungen eingreift und somit die Entwicklung eines Asthmas bei Patienten mit allergischer Rhinitis verhindern kann (PAT-Studie).
Die Allergieimpfung kann der Entwicklung neuer Sensibilisierungen (Ausweitung des individuellen Allergenspektrums) entgegenwirken.

5. Wirksamkeit der Allergieimpfung: Langzeiteffekt

Zahlreiche neue klinische Studien mit verschiedenen Allergenen zeigen, dass der Effekt der Allergieimpfung nach Beendigung der Behandlung über mehrere Jahre anhält.

6. Allergieimpfung im Kindesalter

Kinder sind in der Regel gegen weniger Allergene sensibilisiert ais Erwachsene.
Vor allem bei frühzeitigem Beginn der Impfung kann bei Rhinitis-Patienten die Asthmaentwicklung verhindert werden.
Bei dem noch eingeschränkten Sensibilisierungsspektrum kann die Ausbildung weiterer Sensibilisierungen besonders gut verhindert werden.
Nach den bisherigen Erfahrungen zeigt die Impfung bei Kindern eine bessere Wirksamkeit und Verträglichkeit.

7. Indikation der Allergieimpfung

Die SIT sollte von einem Facharzt für Allergologie verordnet werden.
Die SIT ist angezeigt bei Patienten mit nachweisbaren spezifischen IgE-Antikörpern gegen klinisch relevante, nicht ausschaltbare Allergene und wenn die allergischen Symptome den für die SIT erforderlichen Zeitaufwand und die damit verbundenen Risiken rechtfertigen.
Das Verhältnis zwischen Wirksamkeit und dem Risiko möglicher Nebenwirkungen sollte stets ausgewogen sein.

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