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Kontaktekzem

Kontaktallergene A-M

Kontaktallergene N-Z

Nickel
Parabene
Paraphenylendiamin
Parfüm
Perubalsam
PPD-Mix
Quecksilber
Thiomersal
Thiurame


Cortison
Kryotherapie
Lichttherapie

 

 

Kontaktallergene N-Z


Sie finden hier Informationen zu den wichtigsten Kontaktallergenen. Sollten Sie noch nicht getestet sein, wäre es empfehlungswert, sich bei einem Dermatologen zu melden. Er kann mit Hilfe der Epikutantestung die Diagnose objektivieren und Ihnen mitteilen, auf welche Substanzen Sie kontaktallergisch sind. 

 

Nickel
Patienteninformation: Kontaktallergie auf Nickel (Testsubstanz: Nickelsulfat)

Anlässlich der bei Ihnen durchgeführten Haut-Teste (Epikutan-Klebe-Teste) wurde eine allergische

Reaktion auf Nickel festgestellt. Das heisst, dass sich bei entsprechendem Hautkontakt- auch nur mit Spuren dieser Substanz- ein Kontaktekzem entwickeln kann.

Diese Liste soll Ihnen in Beruf und Haushalt dazu dienen, die wichtigsten Kontakte nach Möglichkeit zu erkennen und zu vermeiden. Für viele Arbeitsplatzsituationen sind aber detailliertere Abklärungen und Beratungen notwendig.

Allgemeine Informationen

Nickel, ein silbergraues Metall, ist eines der am weitesten verbreiteten Metalle in unserer Umwelt, da es in vielen Metallegierungen vorkommt.  Es ist deshalb kaum möglich, den Kontakt damit vollständig zu vermeiden.  Man kann ihn aber mit geeigneten Massnahmen entscheidend vermindern. Vor allem langdauernder Kontakt und Arbeiten im feuchten Milieu begünstigen die Entstehung einer Kontaktallergie. Zum Beispiel fördert Schwitzen die Penetration von Nickel durch die Haut. Die Reinigung von Gegenständen aus Chrom-Nickel-Stahl mit starken Reinigungsmitteln kann Nickel freisetzen. Dagegen lösen kurzdauernde Kontakte mit Metallgegenständen aus rostfreiem Stahl in der Regel kein Ekzem aus.

Hauptsächliches Vorkommen

Modeschmuck: Ohrringe, Clips, Ketten etc.
Uhren, Uhrenarmbänder, Uhrenverschlüsse
Kleidungsaccessoires: Metallknöpfe, -nieten, Reissverschlüsse, Haken, Gürtelschnallen, Schuhösen etc.
Gebrauchsgegenstände: Scheren, Schlüssel, Brillengestelle, Haarspangen, Nähwerkzeuge (Nadeln, Fingerhüte), Münzen

Risikotätigkeiten

Metallverarbeitung, speziell Galvanik
Mechaniker
Coiffeuse / Coiffeur
Haushalt
Kassenpersonal
Servicepersonal

Hinweise

Es empfiehlt sich, Ihre Kontakallergie auf Nickel Ihrem Arzt und Ihrem Zahnarzt mitzuteilen.

Für weiterführende Informationen wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt.

Swiss Contact Dermatitis Research Group, Revision 1996

 

Parabene
Patienteninformation: Kontaktallergie auf Parabene

Anlässlich der bei Ihnen durchgeführten Haut-Teste (Epikutan-Klebe-Teste) wurde eine allergische Reaktion auf Parabene festgestellt: Das bedeutet, dass sich bei entsprechendem Hautkontakt - auch nur mit Spuren dieser Substanzen - ein Kontaktekzem entwickeln kann.

Um dieses Risiko zu verringern, wurde diese Liste mit den wichtigsten Vorkommen von Parabenen erstellt. Sie müssen darauf achten, diese Kontakte nach Möglichkeit zu vermeiden.

Allgemeine Informationen

Parabene sind chemische Verwandte von Parahydroxybenzoesäure; sie können als Konservierungsmittel in Kosmetika/Hautpflegeprodukten, medizinischen Cremen, Klebestoffen, technischen Ölen und Fetten enthalten sein.

Hauptsächliche Vorkommen

Kosmetika/Pflegemittel,
u.a. in Make-up, Lippenstifte, kosmetische und Pflegecremen/Salben/Lotionen aller Art
Rasierwasser
Seifen, Shampoos, Duschmittel
Medizinische Cremen/Salben/Lotionen, auch Suppositorien
Technische Öle und Fette
Klebestoffe
Schuhputzmittel

Risikoberufe

Kosmetikerin
Coiffeuse/Coiffeur
Masseuse/Masseur
Kosmetikindustrie
Lebensmittelindustrie 

Hinweise

Synonyma: Methagin, Propagin, Parahydroxybenzoat, Methyl-, Äthyl-, Propyl-, Butyl-, Benzylparaben, Oxybenzoesäure.

Kreuzreaktionen: Parabene unter sich, Paraaminobenzoesäure, Perubalsam.

Für weiterführende Informationen wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt.

Swiss Contact Dermatitis Research Group 1992

 

Paraphenylendiamin
Patienteninformation: Kontaktallergie auf Paraphenylendiamin (PPD)

Anlässlich der bei Ihnen durchgeführten Haut-Teste (Epikutan-Klebe-Teste) wurde eine allergische Reaktion auf Paraphenylendiamin (PPD) festgestellt.  Das bedeutet, dass sich bei entsprechendem Hautkontakt auch nur mit Spuren dieser Substanz- ein Kontaktekzem entwickeln kann.

Diese Liste soll Ihnen in Beruf und Haushalt dazu dienen, die wichtigsten Kontakte nach Möglichkeit zu erkennen und zu vermeiden. Für viele Arbeitsplatzsituationen sind aber detailliertere Abklärungen und Beratungen notwendig.

Allgemeine Information

Paraphenylendiamin (PPD) und verwandte Stoffe werden als dunkle Pigmente (schwarz, braun, blau) zum Färben von Haaren (Permanentfarben, d.h. die Farbe wird durch die Haarwäsche nicht entfernt), Leder und Pelzen verwendet. PPD und verwandte Stoffe werden ebenso gebraucht bei der Herstellung bestimmter Erdölprodukte, in photographischen Entwicklern, in der Gummiindustrie, als Farbstoffe in bestimmten Druckfarben, bei der Herstellung von Azofarbstoffen und als Laborreagens für bestimmte Blutanalysen.

Risikotätigkeiten

Vor allem Coiffeur/se (Haarfärben), Färber, Kürschner. Mögliche Kontakte bei Photographen, Typographen, medizinischem Laborpersonal und in der Chemie.

Hinweis

Viele Coiffeure führen eine Anwendungsprobe mit dem Farbstoff hinter dem Ohr vor der Färbung durch, um Allergien bei Kunden zu erkennen. Das PPD wird zunehmend ersetzt durch verwandte Substanzen wie Paratoluendiamin (PTDA), die auch sensibilisieren können.

Wichtigste verwandte Substanzen in Haarfarben sind:

Paratoluendiamin (PTDA), Orthonitroparaphenylendiamin (ONPPDA) und Paraaminoodiphenylendiamin (PADA).

Kreuzreaktion können vorkommen mit folgenden Substanzen:

Lokalanaesthetica der Ester-Gruppe (Benzocain, Procain); Kreuzreaktionen mit Lidocain (Xylocain 0) sind unwahrscheinlich
Paraaminobenzoesäure (PABA) in bestimmten Lichtschutzmitteln
Sulfonamide (orale Antidiabetica)
Paraaminosalicylsäure (PAS, Tuberculostaticum)
selten Kreuzreaktion mit Textilfarben (Diazo- und Anilinfarben)

Für weitergehende Informationen wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt.

Swiss Contact Dermatitis Research Group, Revision 1996

 

Parfüm
Patienteninformation: Kontaktallergie auf Parfum/Duftstoffe

Anlässlich der bei Ihnen durchgeführten Haut-Teste (Epikutan-Klebe-Teste) wurde eine allergische Reaktion auf Duftstoffe festgestellt: Das bedeutet, dass sich bei entsprechendem Hautkontakt - auch nur mft Spuren dieser Substanzen - ein Kontaktekzem entwickeln kann.

Um dieses Risiko zu verringern, wurde diese Liste mit den wichtigsten Vorkommen von Duftstoffen erstellt.  Sie müssen darauf achten, diese Kontakte nach Möglichkeit zu vermeiden.

Allgemeine Informationen

Parfums sind meist sehr aufwendige Mischungen (teilweise bis zu 100 Einzelbestandteile) von pflanzlichen ätherischen Oelen wie auch Aromastoffen tierischer oder chemisch-synthetischer Herkunft. Diese Aromastoffe werden zwar auch einzeln, meist aber als Handeismischungen den verschiedensten kommerziellen Produkten zur Erhöhung der Attraktivität oder aber auch zur Ueberdeckung unangenehmer Eigengerüche/Geschmackskomponenten beigegeben.

Hauptsächliche Vorkomme

Pflege-/Kosmetik-Produkte: Parfum und Toilettenwasser, in den meisten Cremen, Salben, Lotionen wie auch in Seifen, Duschmitteln und Badezusätzen. Häufig auch in Lippenstiften jeglicher Art, Mundwasser, Zahnpasta.
Medizinische Produkte zur äusseren Anwendung (oft ähnlich wie Kosmetika).
Hygiene-Artikel für Erwachsene wie auch zur Säuglingspflege.
Haushaltprodukte: Reinigungs-, Putz-und Waschmittel, Raum-Desodorierung.
Industrie/Gewerbe: Technische Oele, Emulsionen, Lacke und Farben.

Risikoberufe

In erster Linie Produktion/Verkauf der oben erwähnten Produkte. Daneben auch die Anwender, besonders bei häufigem berufsartigem Kontakt z.B. als Kosmetikerin, Massage- u. Physiotherapeuten.

Hinweise

Zusammensetzung der Test-Mischung: Zimt-Alkohol und -Aldehyde, Eugenol und Isoeugenol, Hydroxycitronellal, Geraniol und Eichenmoos (Flechte). Es sei betont, dass diese Mischung nur eine Auswahl von Duftstoffen darstellt, es kann sehr wohl eine Allergie gegen weitere vorliegen.

Kreuzreaktionen: Pflanzliche Allergene sind z.T. kreuzreagierend.

Für weitergehende Informationen wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt.

Swiss Contact Dermatitis Research Group 1992

 

Perubalsam
Patienteninformation: Kontaktallergie auf  Perubalsam

Anlässlich der bei Ihnen durchgeführten Haut-Teste (Epikutan-Klebe-Teste) wurde eine allergische Reaktion auf Perubalsam festgestellt: Das bedeutet, dass sich bei entsprechendem Hautkontakt - auch nur mit Spuren dieser Substanz - ein Kontaktekzem entwickeln kann.

Um dieses Risiko zu verringern, wurde diese Liste mit den wichtigsten Vorkommen von Perubalsam erstellt. Sie müssen darauf achten, diese Kontakte nach Möglichkeit zu vermeiden.

Allgemeine Informationen

Perubalsam ist ein häufig verwendeten Duft- und Aromastoff mit einem ausgeprägten aromatischen Geruch, der aus dem Harz eines südamerikanischen Baumes (Myroxylon balsamum) stammt.

Es handelt sich um ein Gemisch von mehreren Substanzen, z.B. sind darin Zimtsäure, Vanillin und Benzoesäure enthalten.  Eine enge Verwandtschaft besteht auch zu einer Reihe von Gewürz-, Duft- und Geschmacksstoffen.

Hauptsächliche Vorkommen

Medizinische Crèmes, Salben, Balsame
Hämorrhoidalzäpfchen
Kosmetika (Haarwasser, Rasierwasser, Seifen)
Pflegemittel (Lippenpomadenstift, Zahnpasta)
Gebäck, Schokolade, Eiscreme, Kaugummi
Gewürze (Zimt, Nelken, Vanille, Curry, Zitrusfruchtschalen) Parfümierte Tees und Tabake
Getränke: Cola, Orange, Aperitive (z.B. Wermut) Hustensirup, Hustenbonbons
Zahnzement (Eugenol)

Risikoberufe

Laborpersonal
Bäcker, Konditor
Zahnarzt, Zahnarztgehilfin, Zahntechniker
Imker

Hinweise

Kreuzreaktionen können mit anderen Harzen, Duftstoffen, Holzteeren und Terpentin auftreten.

Es empfiehlt sich, Ihre Kontaktallergie auf Perubalsam Ihrem Arzt, Ihrem Zahnarzt und Ihrem Apotheker mitzuteilen, da Salben und bei der Zahnbehandlung verwendete Zemente Perubalsam oder verwandte Substanzen enthalten können.

Für weitergehende Informationen wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt.

Swiss Contact Dermatitis Research Group 1992

 

PPD-Mix
Patienteninformation: Kontaktallergie auf PPD-Derivate (Testsubstanz: PPD-Mix)

Anlässlich der bei Ihnen durchgeführten Haut-Teste (Epikutan-Klebe-Teste) wurde eine allergische Reaktion auf PPD-Mix festgestellt. Das bedeutet, dass sich bei entsprechendem Hautkontakt auch nur mit Spuren dieser Substanz- ein Kontaktekzem entwickeln kann

Diese Liste soll Ihnen in Beruf und Haushalt dazu dienen, die wichtigsten Kontakte nach Möglichkeit zu erkennen und zu vermeiden. Für viele Arbeitsplatzsituationen sind aber detailliertere Abklärungen und Beratungen notwendig.

Allgemeine Information

PPD-Mix ist eine Mischung von Aminen, welche als Antioxidantien (Alterungs-Schutzmittel) in der Gummiherstellung eingesetzt werden (vor allem für Schwarzgummi).

PPD-Mix enthält:

CPPD    Phenylcyclohexyl-p-phenylendiami
DPPD    Diphenyl-p-phenylendiamin
IPPD      Isopropylphenyl-p-phenylendiamin

Hauptsächliches Vorkommen

Schwarzer Gummi ist vor allem in folgenden Industrieprodukten anzutreffen: Autoreifen, Stossdämpfer, Dichtungen und Schläuche.
Er ist auch in vielen Produkten des täglichen Gebrauchs vorhanden: Stiefel, schwarze Schuhe und ausnahmsweise Gummihandschuhe (schwarz).

Risikotätigkeiten

Vor allem Autoindustrie, Pneuherstellung. Schwarzgummikontakte können aber auch bei Landwirten,
Gärtnern, Bauberufen, Mechanikern, Narkosepersonal, Tauchern und allen Berufen mit Gummischutzmasken bestehen.

Kreuzreaktionen können vorkommen mit folgenden Substanzen

Lokalanaesthetica der Ester-Gruppe (Benzocain, Procain); Kreuzreaktionen mit Lidocain (Xylocain) sind unwahrscheinlich
Paraaminobenzoesäure (PABA) in bestimmten Lichtschutzmitteln
Sulfonamide (orale Antidiabetica)
Paraaminosalicylsäure (PAS, Tuberculostaticum)
selten Kreuzreaktionen mit Textilfarben (Diazo- und Anilinfarben)

Für weitergehende Informationen wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt.

Swiss Contact Dermatitis Research Group, Revision 1996

 

Quecksilber
Patienteninformation: Kontaktallergie auf Quecksilber

Anlässlich der bei Ihnen durchgeführten Haut-Teste (Epikutan-Klebe-Teste) wurde eine allergische Reaktion auf Quecksilber festgestellt: Das bedeutet, dass sich bei entsprechendem Hautkontakt - auch nur mit Spuren dieses Metalles - ein Kontaktekzem entwickeln kann.

Um dieses Risiko zu verringern, wurde diese Liste mit den wichtigsten Vorkommen von Quecksilber erstellt. Sie müssen darauf achten, diese Kontakte nach Möglichkeit zu vermeiden.

Allgemeine Informationen

Quecksilber ist ein Schwermetall, das sowohl in metallischer Form (z.B. in Thermometern, Amalgam usw.) als auch in anorganischen und organischen Verbindungen (Desinfektionsmittel, Konservierungsmittel) vorkommt. Eine Allergie kann sich auf alle Erscheinungsformen oder auch nur auf eine Form entwickeln.

Hauptsächliche Vorkommen

Thermometer, Barometer
Alte Spiegel
Desinfektionsmittel: Mercurochrom, Mercurasept, Merfene, Augen-, Ohren-, Nasentropfen; Desinfektionslösungen für Kontaktlinsen
Kosmetika (können als Konservierungsmittel Thimerosal enthalten); Lidschatten, Abschminkmittel

Risikoberufe

Medizinische Berufe (Krankenpflege, Zahnärzte
Chemische Berufe
Antiquare

Hinweise

Es empfiehlt sich, Ihre Kontaktallergie auf Quecksilber Ihrem Arzt und Ihrem Zahnarzt mitzuteilen, da zum Beispiel gewisse Impfstoffe und Seren sowie Amalgam (Zahnfüllungen) dieses Metall enthalten können und manchmal eine Reaktion hervorrufen.

Für weiterführende Informationen wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt.

Swiss Contact Dermatitis Research Group 1992

 

Thiomersal
Patienteninformation: Kontaktallergie auf Thiormersal

Anlässlich der bei Ihnen durchgeführten Hautteste (Epikutanteste) wurde eine allergische Reaktion auf Thiomersal festgestellt. Das bedeutet, dass sich bei entsprechendem Hautkontakt-auch nur mit Spuren dieser Substanz- ein Kontaktekzem entwickeln kann.

Um dieses Risiko zu verringern, wurde diese Liste mit den wichtigsten Vorkommen von Thiomersal erstellt. Sie müssen darauf achten, diese Kontakte nach Möglichkeit zu vermeiden.

Allgemeine Informationen

Thiomersal ist ein organisches Quecksilbersalz, das als Konservierungsstoff in verschiedenen äusserlich angewandten Medikamenten (Augentropfen) und in einigen Impfstoffen (z.B. Tetanus) vorkommt. Weitere Bezeichnungen sind Thimerosal, Mercurothiolat, Merthiolat und Natrium 2-ethylmercurithio-benzoat.

Hauptsächliche Vorkommen

Augentropfen
Reinigungsmittel für Kontaktlinsen
Wimperntusche
Augenkosmetika in wässriger Form
Verschiedene Impfstoffe

Risikoberufe

Keine

Hinweise

Kreuzreaktionen mit anderen Quecksilbersalzen können vorkommen. Bei Patienten mit einer Thiomersalkontaktallergie können die üblichen Impfungen meist durchgeführt werden. Eine Thiomersalkontaktallergie ist kein Hinweis für die extrem seltene Amalgamüberempfindlichkeit.

Für weitere Fragen wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt.

Swiss Contact Dermatitis Research Group, 1996

 

Thiurame
Patienteninformation: Kontaktallergie auf Thiurame (Testsubstanz: Thiuram-Mix)

Anlässlich der bei Ihnen durchgeführten Haut-Teste (Epikutan-Klebe-Teste) wurde eine allergische Reaktion auf Thiurame festgestellt. Das bedeutet, dass sich bei entsprechendem Hautkontakt-auch nur mit Spuren dieser Substanz- ein Kontaktekzem entwickeln kann.

Diese Liste soll Ihnen in Beruf und Haushalt dazu dienen, die wichtigsten Kontakte nach Möglichkeit zu erkennen und zu vermeiden. Für viele Arbeitsplatzsituationen sind aber detailliertere Abklärungen und Beratungen notwendig.

Allgemeine Information

Thiurame werden in der Gummiherstellung als Vulkanisationsbeschleuniger eingesetzt. Sie werden sowohl bei der Verarbeitung von natürlichem als auch synthetischem Gummi verwendet. Daneben werden diese Verbindungen auch als Konservierungsmittel, Holzschutzmittel und Arzneimittel verwendet.

Thiuram-Mix enthält:

TMTD       Tetramethylthiuramdisulfid (Pestizide)
TETD       Tetraethylthiuramdisulfid (Antabus)
TMTM       Tetramethylthiurammonosulfid
DPTD       Dipentamethylenthiuramdisulfid

Hauptsächliches Vorkommen

Gummihandschuhe, Stiefel, Schuhe, Gummibänder in Strümpfen und Unterwäsche, Kondome,
Autoreifen, Gummischläuche, gewisse Medikamente (z.B. bei chronischem Alkoholismus, Antimykotika), Insektizide, Pestizide.

Risikotätigkeiten

Gummi-, Automobil- und Schuhindustrie, Tätigkeiten mit häufigem Gebrauch von Gummihandschuhen wie Medizinal- und Laborberufe, Haushalt, Reinigungsberufe, Bauberufe. Thiuramkontakte können auch ohne Gummiexposition beispielweise bei Medizinalberufen und Landwirten vorkommen.

Hinweise

Antabus wird als Medikament zur Therapie bei Alkoholismus eingesetzt und entspricht der Substanz Tetraethylthiuramdisulfid. Antabus darf deshalb bei Thiuram-Allergie nicht eingesetzt werden.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt.

Swiss Contact Dermatitis Research Group, Revision 1996




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