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Was ist PUVA?
Nebenwirkungen

Schmalband-UVB

Indikationen Lichtth.

 

   

Die Lichttherapie


Was ist PUVA?

PUVA steht für Photochemotherapie mit UVA. Das UVA ist ein Teil des Sonnenspektrums, also eine biologische Strahlung. Da diese Strahlen wenig Energie aufweisen, wird die Haut durch das Medikament Psoraderm für das Licht empfindlich gemacht, was die Wirkung von UVA verstärkt. Die Kombination UVA und Psoraderm induziert in der Haut Veränderungen, die bei manchen Hauterkrankungen ausgenützt werden, wie zum Beispiel bei der Psoriasis oder Schuppenflechte. Von dieser Behandlung kann nicht erwartet werden, dass sie eine Hauterkrankung definitiv heilt, sie kann aber die Symptome unterdrücken und die Behandlung verkürzen.

Die Haut ist nach Einnahme des Medikamentes Psoraderm für etwa 8 Stunden lichtempfindlich. Sie sollten deshalb stärkere Sonnenbestrahlungen am Tag der Behandlung vermeiden. Da das UVA-Licht durch Glas dringt, ist auch eine Exposition durch z.B. Autoscheiben ungünstig. In der Regel wird darum die Behandlung gegen Abend durchgeführt.

Wichtig: Augenschutz! Die Augen müssen während der Bestrahlung durch spezielle UVA undurchlässige Brillen geschützt werden. Für die Zeitdauer von ca. 8 Stunden nach Einnahme des Medikamentes muss zudem bei einem Aufenhalt im Freien eine besonders dunkle Sonnenbrille oder eine Brille mit einem UVA-Filter getragen werden.

Bei Schwangerschaft sollte die Behandlung nicht durchgeführt werden.

Nebenwirkungen der PUVA-Behandlung

Juckreiz: meistens in milder und vorübergehender Form während der ersten Bestrahlungen
Rötungen (Sonnenbrand): Sie sind relativ selten und klingen nach einigen Tagen spontan ab.
Übelkeit ist eine bekannte Nebenwirkung des Medikamentes. Durch Einnahme einer kleinen Mahlzeit zusammen mit dem Medikament kann sie behandelt werden.

Sollten Nebenwirkungen auftreten, melden Sie dies bitte vor der nächsten Bestrahlung, damit eventuell die Bestrahlungsdosis angepasst werden kann.

 

Schmalband-UVB-Therapie (311nm)

Es wird eine Röhre verwendet, welche bei 311nm praktisch monochromatisches Licht emittiert. Bei dieser Wellenlänge entfaltet die UVB-Strahlung die stärkste Wirkung zur Behandlung der Psoriasis. Gleichzeitig nehmen die Nebenwirkungen ab, da die schädliche Strahlung weggefiltert ist. Somit kann die Dosis rascher erhöht werden als mit der konventionellen Breitband-UVB-Bestrahlung und die Behandlung wird effizienter. Die Kombination der Bestrahlung mit lokalen Salben hat sich dabei als sehr günstig herausgestellt. Bei den meisten Patienten kann eine rasche Besserung unter ambulanten Bedingung erzielt werden.
Diese Therapieform eignet sich auch ausgezeichnet zur Therapie der Neurodermitis, gewissen Sonnenallergien und anderen Hautkrankheiten.

 

Hauptindikationen für die dermatologische Lichttherapie 
(Zusammenstellung J. Hafner, F. Nestle, S. Lautenschlager und R. Dummer)

Indikation UVA UVA & 
UVB
UVB
311nm
PUVA
Neurodermitis + +++ +++ +
Prurigo simplex   +++ ++ +
chron. Handekezem   ++   +
Psoriasis     +++ +++
Vitiligo     +++ ++
polymorphe Lichtdermatose (UVA)     +++ ++
polymorphe Lichtdermatose (UVB)       +++
Parapsoriasis     ++ +++
kutanes T-Zell-Lymphom     ++ +++
Lichen ruber     ++ ++
Granuloma anulare       +++



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