Dr. med. Martin Pletscher, Hauptstrasse 85, 4102 Binningen, Tel: 061- 426 98 26, FAX: 061- 426 98 25
Heuschnupfen - Pollinose
Statistik
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Die Daten wurden durch die “SAPALDIA”-Studie (Swiss Study on Air Polution and Lung Diseases in Adults) gewonnen (8’300
untersuchte Personen).
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aktuelle Häufigkeit des Heuschupfens: 11.1% – 14.2% bei Erwachsenen
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Frauen und Männer sind etwa gleich häufig betroffen.
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2/3 der Patienten haben Symptome vor dem 15. und 80% vor dem 20. Altersjahr.
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20%-ige Abnahme mit jeweils 10 Jahre höherem Alter (gute Prognose!)
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deutliche Zunahme der Pollenallergie im 20. Jahrhundert
Mögliche Ursachen der Zunahme der Allergien
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genetische Einflüsse
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Zunahme der Allergenexposition (Veränderung der Pflanzen durch Wetter- und Umweltbedingungen), neue Allergene
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Umweltfaktoren (z.B. Rauchen in der Schwangerschaft begünstigt Allergieentstehung, ev. Luftverschmutzung)
Auf welche Pollen ist man allergisch?
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Pollen windbestäubter Pflanzen
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leichte Pollen, die in hoher Zahl in der Luft nachweisbar sind
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häufigste Pflanzen
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Gräser und Getreide
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Birke, Erle, Hasel und Esche
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Kräuter und Sträucher (v.a. Beifuss)
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selten: Blumen
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werden durch Insekten bestäubt (schwere Pollen, die rasch auf den Boden sinken)
Die Heuschnupfenperioden
Ende Januar – Februar:
Hasel (Corylus)
März - April:
Erle (Alnus), Birke (Betula verrucosus), Esche (Fraxinus excesior)
Mai- Juli:
Gräser wie: Lolch (Lolium perenne), Knäuelgras (Dactylis glomerata), Lieschgras (Phlenum pratense)
Getreide wie Roggen (Secale cereale)
Ende Juli - August:
Beifus (Artemisia), Traubenkraut (Ambrosia)
Krankheits-Symptome des Heuschnupfens
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streng saisonales Auftreten
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starke Witterungsabhängigkeit (bei schönem Wetter und zu Beginn einer Regenperiode starke Beschwerden)
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bei ganzjähriger Symptomatik andere Allergien abklären
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93 % Augenbeschwerden *)
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rote Augen, Tränen, Juckreiz, Lichtscheu
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92 % Nasensymptome *)
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Nasenfliessen, Verstopfung, Niesen, Juckreiz
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24 % Lungenprobleme *)
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Atemnot in Ruhe oder bei Anstrengung, Husten
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15-25% pollen-assoziierte Nahrungsmittelallergien *)
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weniger häufigere Symptome: Rachenentzündung, Nesselfieber (Urticaria), Müdigkeit *)
*) Untersuchung von Wüthrich et al. 1998
Kreuzreaktivitäten
Kreuzreaktivität: Bei einer Allergie auf die Substanz “X” reagiert man auch allergisch auf die Substanz “Y”. So reagiert man z.B.
innerhalb einer botanischen Familie auf verschiedene Pollenarten ähnlich).
Buchengewächse:
Erlen-, Hasel-, Birkenpollen
Gramineen:
Verschiedene Gras- und Roggenpollen
Ölbaumgewäche:
Eschen-, Oliven-, Liguster-, Fliederpollen
Im Falle einer Eschenpollen-Allergie können auch Symptome bei Expositionen auf Olivenpollen entstehen (z. B. bei Ferien in den
Mittelmeerländern)
Es existieren auch Kreuzreaktivitäten zwischen Pollen und gewissen Nahrungsmitteln (siehe unten).
Kreuzreaktivitäten zwischen Pollen und Nahrungsmittel
Symptome bei pollenassoziierten Nahrungsmittelallergien
Orales Allergiesyndrom (Symtome im Mundbereich)
Juckreiz, Schwellung, z.T. auch Bläschen an Lippen, Zunge, Wange oder im Rachenraum, Heiserkeit
Milde Allgemeinsymptome
Rötung z.Bsp. Gesicht, Schnupfen, Augenentzündung, generalisierter Juckreiz, Nesselfieber, Schwellung an Haut und Schleimhaut,
Erbrechen, Durchfall, Koliken
Mittelschwere Allgemeinsymptome
Asthma, Schwellung der Halsorgane, Schwierigkeiten zu Essen
Schwere Allgemeinsymptome
Blutdruckabfall, Bewusstseinstrübung, -verlust, Schock
Die Symptome können ineinander übergehen
Diagnose des Heuschnupfens
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typische Krankengeschichte: saisonale Beschwerden von Nase, Augen oder Lunge
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klinische Untersuchung
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positive Hautteste auf Pollen
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positive Blutteste auf Pollen
Interessante Links:
Nützliche Informationsquellen bei Heuschupfen
Homepage der Schweizerischen Meterologischen Anstalt (SMA)
Pollenflugbulletin der Schweiz
europäische Pollenprognose
Kreuzreaktiviäten Pollen, Nahrungsmittel
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