Der schützende Hautfilm
Die Haut ist von einem natürlichen und schützenden Lipidfilm bedeckt und
hat einen pH-Wert von ungefähr 5.5. Durch unsachgemässe oder übertriebene
Reinigung kann dieser Lipidfilm und der pH-Wert der Haut verändert werden.
Dies kann zu einer Schädigung der der Hautbarriere führen. Die Haut trocknet
aus, ist weniger geschützt und kann reagiert auf Umwelteinflüsse besonders
empfindlich.
Hautkrankheiten und pH
Bei verschiedenen Hauterkrankungen ist der Haut-pH alkalisch verändert. Eine
sachgemässe Reinigung, kann nebst einer spezifischen Therapie eine
zusätzlich positive und heilungsbegünstigende Wirkung entfalten. Eine
richtige Reinigung hat auch prophylaktische Eigenschaften. Empfehlenswert
sind Syndets (siehe unten). Seifen sind ungünstig, solange die Haut nicht
allzu verschmutzt ist.

Seifen
haben nur eine
Funktion: die Reinigung
bewirken einen
Fettverlust und somit eine Austrocknung der Haut, die Hautempfindlichkeit
nimmt zu
bewirken eine
Alkalisierung (pH 10-12) und eine Schädigung des Säuremantels
können via
Austrocknung der Haut Juckreiz verursachen
haben keine
antimikrobielle Aktivität
Syndets (=syntheric detergents)
werden synthetisch
hergestellt
sind seifenfrei
sind meistens im
sauren Bereich (keine Alkalisierung)
enthalten oft
wasserunlösliche Fette (Rückfettung, hautschützender Film)
einige Syndets
enthalten antimikrobielle Substanzen
die
Reinigungseigenschaften sind weniger gut als bei Seifen

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