Dr. med. Martin Pletscher, Hauptstrasse 85, 4102 Binningen, Tel: 061- 426 98 26, FAX: 061- 426 98 25
Die normale Haut
(Text und Bilder kopiert von: www.hautstadt.de/)
Anatomie
Die Haut ist das größte Organ des menschlichen Körpers. Sie ist die Abgrenzung des Körperinneren gegenüber der Außenwelt. Sie hat eine
Vielzahl von Aufgaben und ist äußerst funktionell aus mehreren Schichten aufgebaut. Ins Auge fällt uns beim Blick in den Spiegel oder beim
Anblick anderer Menschen die oberste Schicht der Haut, die Oberhaut. Die weiteren Schichten werden als Lederhaut und Unterhaut
bezeichnet.
Die Haut in Zahlen ...
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Gewicht: ca. 16% des Körpergewichts Fläche: 1,8 m2
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Zellenzahl: 3 Millionen pro cm2
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Schweißdrüsen: 100 pro cm2
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Kältesinnesorgane (Hand): 5 pro cm2
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Wärmesinnesorgane (Gesicht): 25 pro cm2
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Tastsinnesorgane (Hand innen): 25 pro cm2
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Talgdrüsen: 15 pro cm2 (keine auf der Handinnenseite und
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Fußsohle)
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Schmerzpunkte: 50-200 pro cm2
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pH-Wert (gesunde Haut): zu 90% im sauren Bereich bei
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ca. 5,0
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Fettschicht-Dicke: zwischen 1 und 10 cm
Oberhaut (Epidermis)
Die Epidermis ist - je nach Lokalisation - zwischen 0,04 mm und 2 mm dick. Aufgebaut ist diese äußere Hautschicht im wesentlichen aus vier
Lagen von Epithelzellen (sog. Keratinocyten). Die Zellschichten stellen die unterschiedlichen Reifestadien der Hornsubstanz (Keratin)
produzierenden Keratinocyten dar. Die Neubildung der Zellen findet in der untersten Zellschicht - der Basalzellschicht - statt. Während die
Keratinocyten reifen, wandern sie durch die Epidermis nach außen. Nach etwa 28 Tagen sind aus den neuen Keratinocyten bereits
Hornzellen entstanden, die kontinuierlich durch Schuppung der Haut abgestoßen werden. Die Epidermis erneuert sich somit ständig. Des
Weiteren findet man in der Epidermis Melanocyten, die das Pigment Melanin synthetisieren, wenn sie UV Licht ausgesetzt sind. Durch die
Pigmentierung färbt sich die Haut und baut so einen wichtigen Schutz vor Sonnenbestrahlung auf. Zum Immunsystem der Haut zählen
spezifische Langerhanszellen, die auch an der Entstehung von Hautallergien beteiligt sind.
Lederhaut (Dermis)
Die Lederhaut ist ein unterstützendes Gewebe, das der Haut Elastizität verleiht. Es finden sich in ihr Gefäße, Schweißdrüsen, Haarfollikel,
Kollagen- und Elastin-Fasern. Sie beherbergt ebenso spezielle Zellen wie Makrophagen und Lymphocyten, aber auch Fibroblasten, die das
Bindegewebe synthetisieren. Die Dicke der Lederhaut
variiert zwischen 0.6 mm an den Augenlidern und 3 mm und mehr am Rücken, den Handflächen und Fußsohlen.
Unterhaut (Subcutis)
Die Unterhaut besteht aus losem Bindegewebe und Fett. Die Fettzellen dienen als
Energiespeicher und zur Wärmeisolation.
Funktion
Die Haut hat eine Vielzahl vo Aufgaben. Neben dem rein mechanischen Schutz sind
hervorzuheben:
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Regulierung der Körpertemperatur
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Abwehr von Krankheitserregern
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Sinnesorgan zur Wahrnehmung von Schmerz,
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Berührung, Hitze und Kälte
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Schutz vor schädlichen Umwelteinflüssen
Störungen der Funktion
Bei der Vielzahl der Aufgaben, welche die Haut tagtäglich zu bewältigen hat, kann es durch die permanenten Einflüsse der Umwelt zu
Störungen in der Hautfunktion kommen. So stellen z.B. trockene Luft in klimatisierten Räumen, Sonnenstrahlung oder Autoabgase im
Großstadtverkehr besondere Belastungen der Haut dar. Die Funktionsstörungen können sich darin äußern, dass die Haut empfindlicherauf
Reize reagiert und sie trocken, spröde oder sogar rissig wird.
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