Dr. med. Martin Pletscher, Hauptstrasse 85, 4102 Binningen, Tel: 061- 426 98 26, FAX: 061- 426 98 25
Sinnlose Allergieteste
Stellungnahme der Fachkommission der Schweizerischen Gesellschaft für Allergologie und Immunologie (SGAI) zur IgG/IG4-
Bestimmung gegen Nahrungsmittel
B. Wüthrich a, PC. Frei b, A. Bircherc, E. Dayer d, C. Hausere, W. Pichler f, P. Schmid-Grendelmeierg, F. Spertini h, D. Olgiatii, U.
Müllerj
Ärztezeitung / Bulletin des médecins suisses / Bollettino dei medici svizzeri 2005;86: Nr 26
Einleitung
Bereits in der Vergangenheit sah sich die Spezialistenkommission der SGAI veranlasst, zur Bedeutung und Indikation einer breiten
IgG-Bestimmung gegen Nahrungsmittel in der Schweizerischen Ärztezeitung Stellung zu nehmen [1, 2]. Die Leiter der
Schweizerischen Allergiepolikliniken und die praktizierenden Allergologen und klinischen Immunologen FMH werden in der letzten
Zeit bei zugewiesenen Patienten vermehrt mit Resultaten von IgG-Antikörperbestimmungen gegen eine breite Palette von
Nahrungsmitteln (z.B. «Food Allergy Profile» oder Ganzimmun) und mit den daraus abgeleiteten Diätempfehlungen (z.B. sogenannte
Rotationsdiäten) konfrontiert. Neuerdings wird – auch via E-Mail-Spams – die Bestimmung eines Nahrungsmittelscreens auf IgG4-
Antikörper empfohlen. In einem E-Mail-Newsletter von emed-buy (Der Marktplatz für medizinische Geräte und Medizintechnik. Tipps
von Praxis zu Praxis – immer kurz und bündig! D-90402 Nürnberg) über «Wissen, was zu essen mir gut tut», war kürzlich zu
entnehmen.
«Neben klassischen Nahrungsmittelallergien durch IgE-Antikörper, Pseudoallergien oder Zuckerintoleranz (Milch-/Fruchtzukker)
kommt vor allem IgG4-vermittelten Unverträglichkeiten eine wachsende Bedeutung zu. Hierbei handelt es sich nicht um Allergien im
klassischen Sinne. Sehr viel häufiger äußern sich Unverträglichkeitsreaktionen durch IgG4 in Form unspezifischer Symptome, die in
der Regel erst Stunden oder Tage nach dem Verzehr der verantwortlichen Nahrungsmittel auftreten. Mit
Nahrungsmittelunverträglichkeiten assoziierte Beschwerdebilder gehören Magen-Darm-Beschwerden, wie Bauchschmerzen,
Blähungen Durchfallneigung, Verstopfung, Hautsymptome wie Ekzeme, Hautrötungen, Juckreiz, Neurodermitis,
Atemwegsbeschwerden, wie Asthma bronchiale, Nebenhöhlenentzündung sowie chronische Müdigkeit, Kopfschmerzen,
Infektanfälligkeit, Depressionen, Schlafstörungen, Gelenk- oder Gliederschmerzen und Übergewicht.»
Nach der Beschreibung der Nahrungsmittelallergien durch IgE-Antikörper erfährt man weiter über Unverträglichkeiten durch IgG4-
Antikörper:«Antikörper der Klasse IgG lassen sich in4 Subklassen aufteilen: IgG1 = antibakteriell, antiviral; IgG2 = antibakteriell; IgG3
= antiviral und IgG4 = antiallergen. Die hohe IgG4-Antikörperkonzentrationen im Blutgehen meist mit einer erhöhten Durchlässigkeit
der Darmschleimhaut einher. Nur 5 % aller IgG-Antikörper gehören im Durchschnitt der Subklasse IgG4 an. Es entstehen gegen
Nahrungsmittel gerichtete Antikörper, die mit den Nahrungsmittelallergenen Komplexe bilden. Können die anfallenden Komplexe
durch Immunzellen des Körpers nicht mehr abgebaut werden, kommt es zu einer Ablagerung in den Organen und damit zu multiplen
chronischen Beschwerdebildern». Deshalb sei es wichtig – fährt des Newsletter fort –, mit einem Test Unverträglichkeiten frühzeitig
zu erkennen. «Mit dem Wissen um Ihre spezifischen Unverträglichkeiten lassen sich viele Beschwerdebilder vermeiden oder wieder
beseitigen, falls Sie Ihre Ernährung erfolgreich umstellen können». (Angeboten wird dieser Test von Biopoint, D-Augsburg.)
Tatsächlich ist zu beobachten, dass auch Privatlaboratorien und gewisse Ärzte in der Schweiz diese Tests anbieten (Allergoscreen®
Basic IgG4: Einzelaustestung von 88 Nahrungsmitteln und Allergoscreen® Plus IgG4: Einzelaustestung von 280 Nahrungsmitteln,
angeboten von Ortho-Analytic AG; Food Allergy Profile, Great Smokies Diagnostic Laboratory, GSDL, angeboten von Labor team-w
ag, Goldach SG; Mineralmed® IgG-Nahrungs-Antikörper-Test, München, angeboten von Labor Tiller, D; Ganzimmun Allergoscreen,
Institut für ganzheitliche Immunologie und Naturheilverfahren, D-Mainz, und «York-test/Foodscan» u.a.) und die Untersuchungen im
nahen Ausland (Deutschland) oder gar in den USA (GSDL, Asheville) durchführen lassen.
In Anbetracht der massiven Propaganda solcher Anbieter sah sich kürzlich auch der Ärzteverband Deutscher Allergologen (ÄDA)
und die Deutsche Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie (DGAI) veranlasst, in einer Pressemeldung vom 29.
November 2004 vor unseriösem Test auf IgG zu warnen [3]. Ebenfalls haben die Arbeitsgruppen der Österreichischen Gesellschaft
für Dermatologie und Venerologie sowie der Österreichischen Gesellschaft für Allergologie und Immunologie eine fundierte
ablehnende Stellungnahme bezüglich dieser IgG-oder IgG4-Nahrungsmittelbestimmungen abgegeben [4].
Bedeutung der spezifischen IgG-, IgG4-Antikörper gegen Nahrungsmittel
Die Spezialistenkommission der Schweizerischen Gesellschaft für Allergologie und Immunologie hält – in Übereinstimmung mit den
obgenannten Fachgesellschaften – folgendes fest:
Die angebotenen IgG/IgG4-Bestimmungen auf einer breite Paletten von bis zu 100 Nahrungsmittelallergenen als diagnostischer
Suchtest einer Nahrungsmittelallergie ist strikte abzulehnen, da nahrungsspezifische IgG-Antikörper physiologisch auch bei
Gesunden oder bei einer ganzen Reihe von entzündlichen Darmerkrankungen als Epiphänome angetroffen werden [5–11]. Der
Nachweis nahrungsmittelspezifischer Antikörper ist in erster Linie Ausdruck der Auseinandersetzung des Immunsystems mit diesen
Antigenen, sagt aber nichts über deren pathogene Rolle aus [5]. Auch bei nicht muttermilchgestillten gesunden Säuglingen und
Kleinkindern sind IgG-Antikörper gegen Kuhmilchproteine oder Kaseine sehr häufig [8]. In einer Follow-up-Studie bei Kindern mit
Nahrungsmittelallergie war ein hohes nahrungsmittelspezifisches IgG/IgE-Verhältnis mit einer Toleranzentwicklung assoziiert, was auf
eine mögliche schützende Funktion der IgG-Antikörper hinweist [12]. Entgegen den Behauptungen in den Informationen der Anbieter
solcher IgG4-Allergietests vermögen IgG4-Antikörper im Gegensatz zu IgG1-, IgG2- und IgG3-Antikörpern nicht das
Serumkomplement zu aktivieren und somit keine pathogene Immunkomplexsymptomatik auszulösen. Kleine Mengen zirkulierender
Nahrungsmittelantigene-IgG/IgG4-Antikörperimmun-komplexe sind physiologischerweise nach jeder Mahlzeit nachzuweisen und
werden durch das mononukleäre Phagozytensystem der Leber, Milz und Lunge eliminiert.
Zur Bedeutung von Eliminationsdiäten und Rotationsdiäten
Diäterfolge nach Elimination von IgG-RAST-positiven Nahrungsmitteln bei Patienten mit sogenannten «verzögerten»
Nahrungsmittelallergien (Asthma, Ménière’sche Krankheit, Migräne, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Gehörverminderung, Husten,
Nasensymptome) wurden nicht mittels verblindeter Provokationstests (DBPCFC) überprüft und entbehren jeglicher wissenschaftlicher
Grundlage [13]. Auch zwei Publikationen aus der Oktober-Ausgabe der Zeitschrift «Gut», in welchen gezeigt wurde, dass eine
Eliminationsdiät aufgrund der IgG-Bestimmung die Symptome des Reizdarmes effektiver als Medikamente zu lindern vermag [14, 15],
wurden prompt mangels einer echten Kontrollgruppe und wegen Fehlens von Provokationstesten mit den IgG-positiven
Nahrungsmitteln in einer Flut von Stellungnahmen (electronic letters) heftig kritisiert [16, 17].
Die Great Smokies Allergy Laboratories bieten simultane IgE- und IgG-Bestimmungen gegen mehr als 100 Nahrungsmittel an (sogen-
nannte «food allergy profiles»). Die Ergebnisse werden kolorimetrisch in verschiedenen Stärkeklassen angegeben und gleichzeitig
werden automatisierte Vorschriften für eine sogenannte Eliminations- und Rotationsdiät empfohlen. Nahrungsmittel, gegen welche ein
hoher IgG-Antikörpertiter gefunden wurde, müssen für mindestens sechs Monate eliminiert werden; andere mit mittleren oder
schwachen Antikörpertitern entsprechend für eine kürzere Periode. Gleichzeitig soll eine Rotationsdiät befolgt werden, die auf der
Abwechslung der Nahrungsmittel nach einem bestimmten Rotationsschema basiert. Grund dafür sei, dass der Körper einen Zeitraum
von etwa 4–6 Tagen benötige, um ein Lebensmittel völlig auszuscheiden. Durch die Einhaltung des vorgeschriebenen Zyklus soll es
zur Stoffwechselaktivierung und damit zur Entgiftung kommen. Allergene würden dabei ihre Wirkung verlieren. Erfahrungsgemäss
kann eine echte, IgE-vermittelte Nahrungsmittelallergie auch nach einer strikten Karenz über Jahre persistieren, so dass eine
unbeabsichtigte Zufuhr des spezifischen Nahrungsmittels zu einer schweren allergischen Reaktion bis zum anaphylaktischen Schock,
ja sogar zum Erstickungstod führen kann [18]. Dass die Patienten nach dem Rotationsdiätprinzip die verbotenen Nahrungsmittel nach
einer Zeitspanne von einigen Tagen, einigen Wochen bis maximal von sechs Monaten wieder reaktionslos zu sich nehmen können,
lässt an der Richtigkeit der gestellten Diagnose zweifeln. Glücklicherweise lag bei den zur Überprüfung der vermeintlichen
Nahrungsmittelallergie wegen Nutzlosigkeit der durchgeführten Rotationsdiäten zugewiesenen Patienten meistens keine
Nahrungsmittelallergie und somit auch keine spezifische IgE vor, so dass die nutzlose Rotationsdiät wenigstens kein Unheil
anrichtete. Wegen des hohen Placeboeffekts von Diätritualen und der eindrücklichen Technologie mit farbigen Ausdrücken der
Befunde wird man jedoch immer wieder Patienten antreffen, die von diesen Methoden überzeugt sind. Hier ist noch anzufügen, dass
die Behauptung, dass «IgG4-Nahrungsmittelimmunkom-plexe komplexe Abwehrreaktionen im Körper verursachen, die zu
Übergewicht führen können», an Irreführung grenzt.
Schlussfolgerungen
Auch wenn nun übereinstimmend verschiedene Stellungnahmen und Positionspapiere von allergologischen und immunologischen
Fachgesellschaften die unkritische Durchführung von IgG/ IgG4-Bestimmungen gegen eine breite Palette von Lebensmittelantigenen
strikte ablehnen, wird das weiterhin die Vertriebsfirmen und gewisse Laboratorien nicht hindern, diese Bestimmungen einem breiten
Publikum anzupreisen. Viele nichtallergologisch geschulte Ärzte werden – vielleicht in Unkenntnis von deren Unwissenschaftlichkeit –
solche Untersuchungen bei ihren Patienten veranlassen. Manche Krankenkassen in der Schweiz übernehmen bei Zusatzversicherten
diese Laborkosten, oder die Patienten sind bereit, diese selbst zu übernehmen und sich in der Folge unsinnigen Diäten zu
unterziehen. Swissmedic, an welche die SGAI einen entsprechenden Antrag stellte, sieht keine Möglichkeit, gegen die Labors
vorzugehen. «Die Testmethode zur Bestimmung der IgG-Antikörper ist wissenschaftlich und zertifiziert. Einzig die Interpretation der
Resultate ist anfechtbar. Aber dagegen können wir nicht vorgehen», lautete die Antwort.
Hinzu kommt es, dass diese Tests nicht in der Schweiz in Verkehr gebracht werden, sondern die eingesandten Serumproben im
Ausland, häufig bei den in den Grenzkantonen niedergelassenen Labors, verarbeitet werden, was ein Einschreiten der Behörde, die
für das In-Verkehr-Bringen der In-vitro-Diagnostika zuständig ist, nicht ermöglicht. Demzufolge kann nicht vom Amtes wegen auf eine
Materie-Vigilanz-Meldung gemäss Art. 59 Abs. 3 und 4 des Heilmittelgesetzes (HMG) eingetreten werden, obwohl Swissmedic die
Vorbehalte der SGAI diesen Tests gegenüber teilt [19].
Die SGAI hofft nun mit der vorliegenden Stellungnahme, nicht nur die Ärzteschaft, sondern auch Patienten und
Patientenorganisationen, Politiker, Medien und Krankenkassen auf diese unsinnigen Analysen aufmerksam zu machen. Besonders
Krankenkassen sollten solche Analysen in keinem Falle vergüten müssen. Laut Zi. 4.11 der «Kriterien zum Betreiben von
medizinisch-analytischen Laboratorien V 1.4» sind die Labors verpflichtet anzugeben, ob sie die Analysen selbst oder durch ein
Drittlabor durchgeführt haben. Die Krankenkassen sind nicht verpflichtet, im Ausland durchgeführte Analysen zu bezahlen. Darüber
hinaus sollten die Krankenkassen in der Lage sein, die in den Rechnungen aufgeführten klinischen Angaben zu überprüfen, und die
Rückvergütung nicht gerechtfertigter erbrachter Leistungen abzulehnen.
Literatur
1 Wüthrich B (für die Spezialistenkommission der SGAI). Allergie-Diagnostik In-vitro. Zur Bedeutung von IgG-Antikörper-
Bestimmungen auf Nahrungsmittel bei Abklärung auf Nahrungsmittelallergien. Schweiz Ärztezeitung 1993;74: 1995-7.
2 Bircher AJ, Hauser C, Pichler W, Wüthrich B und die Spezialistenkommission der SGAI. Stellenwert und Indikation der Bestimmung
spezifischer IgE- und IgG-Antikörper in der Allergiediagnostik. Schweiz Ärztezeitung 2001;82:1605-6.
3 Ärzteverband Deutsche Allergologen (ÄDA) und Deutsche Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie (DGAI).
Pressemitteilung 24. November 2004. Patientenabzocke durch sinnlose Allergietests. www.allergietherapie.de/
texte/laien/pm/aeda_11_04/dgai4.html.
4 Arbeitsgruppe der Österreichischen Gesellschaft für Dermatologie und Venerologie sowie der Österreichischen Gesellschaft für
Allergologie und Immunologie. Stellungnahme zum Thema Yorktest / Foodscan. Allergologie 2004;27:314-5.
5 Aalberse RC, Van Milligen F, Tan KY, Stapel SO. Allergen-specific IgG4 in atopic disease. Allergy 1993;48:559-96.
6 Barnes RMR. IgG and IgA antibodies to dietary antigens in food allergy and intolerance. Clin Exp Allergy 1995;15(suppl 1):7-9.
7 Dockhorn RJ, O’Brian JJ, Dockhorn DW, et al.: Effect of diet on food IgG responses in healthy non-food allergic individuals. Ann
Allergy 1991; 66:104.
8 Kemeny DM, Price JF, Richardson V, Lessof MH. The IgE and IgG subclass antibody response to foods in babies during the first
year of life and their relationship to feeding regimen and the development of food allergy. J Allergy Clin Immunol 1991;87:920-9.
9 Wüthrich B. Gibt es Nahrungsmittelallergien vom Typ III? Allergologie 1990;13:371-5.
10 Wüthrich B. Specific IgG antibodies as markers of adverse reactions to food. Contra! In: Wüthrich B, Ortolani C (eds.). Highlights
in food allergy. Monographs in Allergy. Volume 32. Basel: Karger; 1996. p. 226-7.
11 Wüthrich B, Ballmer-Weber BK. Diagnostik. Serum-IgG-Antikörper. In: Jäger L, Wüthrich B. Nahrungsmittelallergien und -
intoleranzen. Immunologie – Diagnostik – Therapie – Prophylaxe. 2. überarbeitete und ergänzte Auflage. München/Jena: Urban &
Fischer; 2002. S. 69-92.
12 Dannaeus A, Inganäs M. A follow-up study on children with food allergy. Clinical course in relation to serum IgE- and IgG-antibody
level to milk, egg and fish. Clin Allergy 1981;11:533-9.
13 Dixon HS. Treatment of delayed food allergy based on specific immunoglobulin GAST testing. Otolaryngol Head Neck Surg
2000;123:48-54.
14 Isolauri E, Rautava S, Kalliomäki M. Food allergy in irritable bowel syndrome: new facts and old fallacies. Gut 2004;53:1391-3.
15 Atkinson W, Sheldon TA, Shaath N, Whorwell PJ. Food elimination based on IgG antibodies in irritable bowel syndrome: a
randomised controlled trial. Gut 2004;53:1459-64.
16 Hunter JO. Food elimination in IBS: the case for IgG testing remains doubtful. Electronic letters Gut 53 (1 December 2004).
17 Carrock Sewell WA. IgG food antibodies should be studied in similarly treated Groups. Electronic letters Gut (2004);53 (19
October 2004).
18 Wüthrich B. Neurodermitis und Rotationsdiät. Päd Praxis 1999;56:416-8.
19 Sauter J-F. Swissmedic. Schreiben vom 8. Juli 2003 an die SGAI